
Augsburg/München (queer.de) - Ökumenische Gottesdienste in zeitlicher Nähe zum CSD sind von der katholischen Kirche bayernweit verboten worden, berichtet die dpa. Bereits vor einem Monat hatten die CSD-Organisatoren in Augsburg mitgeteilt, das Ordinariat habe einen Gottesdienst zum am 5. August stattfindenden Christopher Street Day untersagt (queer.de berichtete [1]). Zuvor hatte es jedes Jahr seit 1999 ohne jegliche Einwände seitens der Kirche eine Messe mit einem katholischen und einem evangelischen Geistlichen gegeben. Das Bistum Augsburg teilte heute mit, der Vatikan habe direkt gegen den Gottesdienst interveniert. Daraufhin hätte die Bayerische Bischofskonferenz im ganzen Freistaat derartige Veranstaltungen untersagt. "Die Augsburger Diözese hat mit dem Verbot nichts zu tun gehabt", erklärte Generalvikar Josef Heigl. "Rom hat über uns hinweg den Münchner Kardinal Friedrich Wetter und die Bischofskonferenz eingeschaltet." Noch ist unklar, ob sich die anderen Bundesländer dem Verbot anschließen. (dk)
Links aus dem Artikel:
1 CSD-Gottesdienst verboten (20.03.2006)Siehe auch:
> Kommentar: Unchristliche Härte (queer.de vom 21.04.2006)
Davor / danach bei Queer.de:
Nepal: Homo-Gruppe protestiert mit -->
<-- Studie: Jeder 5. Schwule missbraucht