
Papst Benedikt XVI hat die Ausbreitung von Homosexualität mit der Abholzung des Regenwaldes verglichen. Um der Homo-Gefahr entgegenzutreten, sei eine "Ökologie des Menschen" erforderlich.
"Die Kirche soll die Menschen auch vor der Selbstzerstörung schützen", erklärte der gebürtige Bayer bei seinem traditionellen Jahresrückblick am Montag. Der 81-Jährige sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters, dass es daher genau so wichtig sei, die Menschheit vor homo- und transsexuellen Verhalten zu schützen wie den Regenwald vor der Vernichtung zu bewahren. "Die Regenwälder haben ein Recht auf unseren Schutz. Aber der Mensch als Kreatur hat nicht weniger verdient." Demnach bedrohe Homosexualität die Menschheit ebenso wie die Abholzung. Jedes Verhalten, das über die traditionelle heterosexuelle Beziehung hinausginge, "vernichtet Gottes Werk", so der Papst.
Vatikan verteidigt Ablehnung der UN-Erklärung
Ferner hat der Vatikan seine Ablehnung der französischen UN-Erklärung bekräftigt. 66 Länder unterstützten das Papier, das ein Ende der Bestrafung und Hinrichtung von Homosexuellen fordert (queer.de berichtete). Der Vatikan zählt zu den lautstärksten Gegnern des Papiers, weil befürchtet wird, dass Schwule und Lesben damit mehr Rechte erhalten könnten.
Erzbischof Celestino Migliore erklärte nun, man könne die Erklärung nicht unterstützen, weil die Worte "Geschlechtsidentität" und "sexuelle Orientierung" im internationalen Recht nicht definiert, sondern lediglich kulturabhängige Konzepte seien. "Der Heilige Stuhl begrüßt Versuche, alle Formen von Gewalt gegen homosexuelle Personen zu verdammen", sagte der ständige Vertreter des Vatikanstaates bei der UN zwar. Allerdings schieße der Schutz aufgrund der sexuellen Orientierung "über das Ziel hinaus" und bedrohe "gegenwärtige Menschenrechtsnormen". (dk)
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